Leadership Days bei Hypoport

Hypoport Leadership Days 2015 - "Zusammen-Fuehren"

Führung betrifft jeden. Denn jeder muss und soll in seinem Kontext täglich eigenständig Entscheidungen treffen, bei denen er nicht extra eine Führungskraft braucht. Das ist jedenfalls unsere Philosophie. Deshalb haben wir Ende 2015 das erste Mal zu den Hypoport Leaderhip Days (LSDs) unter dem Motto „Zusammen Führen“ eingeladen.

Das Thema Führung ist  zu wichtig, als dass sich nur disziplinarische Führungskräfte darüber unterhalten

Teilnehmen konnten alle KollegInnen, die an den Themen moderne Führung und (Selbst-) Organisation interessiert sind – unabhängig von ihrer jeweiligen Rolle in der Organisation. So versammelten sich etwa 90 Menschen aus allen Bereichen Hypoports. An den zwei Tagen gab es viel Raum zum Lernen via für Austausch, Vorträgen und Workshops.

LSD-Vorbereitung als Experiment zum selbstorganisierten Arbeiten

Meine Kollegin Kristin Lutz, Agile Coach bei Hypoport, hat bereits die Vorbereitung der LSDs als praktische Ausprägung von selbstorganisiertem Arbeiten erlebt: „Alles begann ganz harmlos mit einem kleinen „Na dann lass mal machen!“. Ja okay, dann machen wir Leadership Day´s für Hypoport. Ziel für diese zwei Tage war es  neben den Impulsen zum Thema moderner Führung, die Transparenz im Führungsverständnis und die gewollte Unterschiedlichkeit aufzuzeigen. Somit war der Rahmen gesetzt, Termin und Veranstaltungsort stand, als auch die Verantwortungsbereiche waren geklärt. Geklärt insoweit, dass sich jeder genommen hat was er gut kann, von der Agendaplanung bis hin zur Organisation.

Wir begannen mit einer Grobplanung der Agenda und die notwendigen Schritte. Als erstes akquirierten wir interne als auch externe Speaker. In unterschiedlichen Abständen hinterfragten wir uns welcher Ablauf den größten Mehrwert hat um auf unsere Ziele einzuzahlen. Mit diesem Focus haben wir auch die Auswahl aus unserem vorab gesammelten Workshops-/Vortragspotpourri getroffen um das Format abzurunden. Neben den inhaltlichen Themen haben wir permanent die logistischen als auch organisatorischen Themen bei Bedarf abgestimmt. Jeder konnte auf jeden zugehen und wurde unterstützt seine Lösung zu finden. Das ganze lief nach einem sehr lebendigen Pull-Prinzip. Unser gesamtes Handeln basierte auf Vertrauen und Verantwortung. Und das in einer so starken Ausprägung, dass die komplette Projektphase auf Grund der lebendigen Kommunikation weder Stand up noch andere Serientermine für die Abstimmung brauchte. Abschließend sind wir in unserer Retrospektive zu dem Ergebnis gekommen, dass genau das agil war.“

Themenfokus der LSDs

Die Agenda rückte unsere derzeitigen Erfahrungen und Erkenntnisse zum Thema Selbstorganisation in den Fokus. Zum Beispiel: Wie kommt es zu mehr Selbstorganisation? Oder: Was bedeutet das für Führungsarbeit und Teamverantwortung? Wie treffen wir unsere Entscheidungen als Team schlau und effektiv? Diese Fragestellungen beschäftigen heute weite Teile unsere Organisation. Insofern war es wichtig, dass ein offener Austausch mit Befürwortern, Kritikern und Unentschlossenen stattfindet, bei dem Impulse und praktische Erfahrungen geteilt werden können.

Agenda der Hypoport Leadership Days 2015

Neben hochkarätigen externen Speakern, wie Niels Pfläging und Dr. Sebastian Spörer, wurden die Präsentationen und Workshops von uns Hypoportlern eingebracht und moderiert.

Was haben die LSDs bewirkt?

Mit der Veranstaltung ist Selbstorganisation als relevantes Thema in der Organisation präsent geworden. Die Rückmeldungen unserer Kollegen waren äußerst positiv und enthielten den Wunsch zur Fortführung des LSD-Formats. Innerhalb unserer Organisation wurde der Diskurs zu Organisationthemen spürbar angeregt. Es wird vielfach darüber nachgedacht und und daran gearbeitet, wie die einzelnen Teams und deren Kunden in ihren Kontexten von Ideen der Selbstorganisation profitieren können. Hypoports Coaches haben verschiedenste Anfragen bekommen, die Teams bei ihren praktischen Fragestellungen rund um Selbstorganisation zu begleiten. So starten wir ins Jahr 2016!

R User Group: Method Comparison Studies (MCS) by Kevin O’Brien at Hypoport (17.12.2015)

Schedule
Doors open at 19:00
After short introductions and “Open Mic Session” the main event starts at 19:30.

Abstract
Kevin O’Brien (University of Limerick, Ireland) talks about Method Comparison Studies with R : A whistlestop tour of methods and techniques for one of the most commonly encountered problems in sciences.

Bio
Kevin O’Brien is a teaching fellow and PhD candidate in the University of Limerick, Ireland. His research interests pertain to statistical methods for medical and clinical applications. He is involved in several tech communities, for example as the organizer of the Dublin R Users Group, an R mentor at Coding Grace Female Friendly Workshops and as PyData co-ordinator for Python Ireland. Kevin is going to talk about method comparison studies (MCS) with R.
Twitter : @kobriendublin
Registration and details are organized via Meetup

Selbstorganisation ist sooo toll!

SelbstorganisationIch werde in letzter Zeit oft gefragt, was ich denn von dieser Selbstorganisation halte und so muss ich mich hier mal zu Wort melden.

Ich finde Selbstorganisation total klasse, vor allem für Führungskräfte! Aber auch alle anderen Gruppen in einem Unternehmen haben was davon. Zwar nicht das, wofür die Selbstorganisation angetreten ist, aber das macht nichts.

Der Reihe nach:

Führungskräfte finden Selbstorganisation toll, weil sie dann endlich Ihre größtes Problem los sind: Ihre Mitarbeiter. Die organisieren sich ja fortan selber! Ein paar Beispiele:

  • Jemand performt nicht -> Das Team muss ihn per sozialem Druck raus befördern
  • Gehaltsdiskussionen -> Das Team zerfleischt sich in abgrundtiefen Fremd-/Selbstbilddiskussionen und am Ende bleibt alles wie es ist
  • Weiterentwicklung -> Jeder sucht sich einen Mentor im Team und weil keiner Tacheles redet, passiert nichts
  • Teambuilding -> Weil keiner mehr Bock auf Storming hat, arbeiten alle demütig vor sich hin
  • …Freiheit …endlich arbeiten nur noch die anderen und ich als Führungskraft kann in den inneren Dauerurlaub gehen

Mitarbeiter sind begeistert von Selbstorganisation, weil ja fortan jeder selber sein ganz persönliches Arbeitsleben gestalten kann. Das hat handfeste Vorteile:

  • Keiner sagt ihnen, was sie zu tun oder zu lassen haben
  • Sie brauchen sich nicht mehr mit ungeliebten Kollegen abstimmen
  • Keine Kritik mehr geben oder entgegen nehmen müssen
  • Endlich keinen Chef mehr haben zu dem man laufen muss, wenn es um Geld, meine Weiterbildung, meine Leistung, meine Ziele usw. geht
  • …Freiheit …endlich kann jeder Mitarbeiter das tun, was er/sie will!

Und dann gibt es noch die Coaches. Die werden:

  • endlich gebraucht, was Anerkennung ohne Ende verspricht
  • endlich mal ernst genommen und wichtiger als die Führungskräfte
  • können die Versprechungen der ganzen agile und lean Mischpoke endlich umsetzen
  • …Freiheit …endlich sind nur noch die anderen Schuld und ich kann sie retten

Ist das nicht wunderbar? Alle Gruppen fühlen sich wohl! Selbstorganisation klappt! Versuchen sie es nur!

Gruß, Evil Coach

PS: Ein kleiner Tipp noch: Lassen sie die einzelnen Gruppen bloß nicht miteinander sprechen, ansonsten… na ja, sehen sie selbst ;-)

GOTO Night: Data Modeling for Elasticsearch at Hypoport Oct. 22

Hypoport invites you to an interesting GOTO Night with Florian Hopf on behalf of GOTO Berlin.

The session will start at 7PM on October 22, 2015 at Hypoport headquarter Klosterstr. 71, 10179 Berlin. Please come by and give us a visit. Food and Drinks will complement the session.

Abstract

One of the factors for the huge success of Elasticsearch is that it is really easy to get started with. Format your data in JSON, push it to Elasticsearch and instantly you have a full blown search server available. But sometimes it is not that easy and you have to tell Elasticsearch how to manage the data.

In this talk we will explore how Elasticsearch stores its data and learn about the basic principles of index based search. We will look at some of the algorithms and data structures that are responsible for making Elasticsearch as blazingly fast as it is and see examples of how we can benefit from them in our projects.

Bio

Florian works as a freelance software developer in Karlsruhe and likes to work on search systems built on Lucene, Solr and Elasticsearch. He helps to organize the local Java User Group as well as the Search Meetup in Karlsruhe and he blogs at http://blog.florian-hopf.de.

Twitter: @fhopf

Registration

Please register here!

JavaScript Forensics by Todd Gardner at Hypoport (Sep. 24th !!!)

Todd Gardner of TrackJS will be at Hypoport THIS Thursday Sep. 24th.

Abstract
Something terrible happened here. Traces of errors litter the floor; memory leaking from cracks in the ceiling. Someone lost their object context in the corner. Everything reeks of jank. In this session, a JavaScript error tracking expert breaks down a series of common and complex crimes against web applications. You’ll leave the session armed with techniques and tools to detect, diagnose, and fix your JavaScript web applications. Bring your bugs and let’s fix up our web.

Schedule

Get together at 6pm
Talk starts at 6:30pm

Before, meanwhile and after the talk you can grep a drink and some food.

It would be great if you register here.

Kind regards, Leif

“Entscheidungsfindung in der Gruppe” erntet große Resonanz bei der IS24 Pecha Kucha Night

Kennst du das auch? Wenn es darum geht, gute Entscheidungen in der Gruppe zu treffen wird es manchmal ziemlich kompliziert. Während einige Kollegen Feuer und Flamme für den Vorschlag sind, sehen andere schon Risiken oder Verbesserungspotential und schon wird lustig debattiert, anstatt effizient zu entscheiden. Wir haben das in diversen Situationen erlebt. Versteht mich nicht falsch: natürlich sollen alle diese Rückmeldungen aus der Gruppe berücksichtigt werden. Die Frage ist vielmehr, wie wir Gruppenentscheide systematisch verbessern können um gemeinsam effiziente Entscheidungen zu treffen.

Einige spannende Ansätze fanden wir bei der Holokratie, genauer gesagt mit dem darin enthaltenen Itegrative Decision Model (IDM). Wir haben diesen Prozess in verschiedenen Meetings ausprobiert. Das hat bei uns einiges an Erkenntnis gebracht. Zusammenfassend lässt sich feststellen, das wir bei Entscheidungsfindungen nun viel stärker auf Folgendes achten:

  • Sei dir klar darüber, ob es jetzt darum geht eine Idee besprechen bzw. entwickeln oder einen konkreten Vorschlag zu entscheiden.
  • Formuliere deinen Vorschlag schriftlich und lasse ihn während der Entscheidung sichtbar.
  • Unterscheide die Rückmeldungen aus der Gruppe nach Verständnisfragen, Reaktionen oder echten Einwänden.
  • Hinterfrage die Einwände hinsichtlich ihrer Relevanz und frage dich gemeinsam mit dem Einwandgeber, wie diese in den Vorschlag integriert werden können.

Unsere Erfahrungen mit dem IDM haben wir kürzlich im Rahmen der Berlin DoSE bei der Pecha Kucha Night von IS24 vorgestellt. Offenbar ist das Thema nicht nur für uns relevant denn wir haben sehr große Resonanz erfahren und nebenbei mit unserem Vortrag auch den ersten Platz belegt :)