Hans Dockter mit The Future of Gradle – The Ultimate Build System bei uns am 7.7. um 18 Uhr

Gemeinsam mit der Java Usergroup Berlin-Brandenburg präsentieren wir am 7. Juli den Vortrag von Hans Dockter The Future of Gradle – The Ultimate Build System. Einlaß ist um 18:00 Uhr. Der Vortrag beginnt um 18:30 Uhr.

gradleware

Vortrag: The Future of Gradle – The Ultimate Build System

We are convinced that Gradle is already the best available enterprise build system. Yet we are far from done. We have finally the R&D bandwidth to deeply improve Gradle in the areas where it lacks. We also have the bandwidth to contribute some fundamental innovation to the domain of build and continuous delivery. All this will bring Gradle much closer to our vision of Gradle being the ultimate build system.

We start by giving an overview of where Gradle is currently in the build system market when it comes to features and adoption. We will then talk about the next generation multi-platform dependency management. A dependency management that can fully capture the requirements of Android, JavaScript and the native domain as well as to improve the dependency management for the Java world. We will talk about how Gradle will dramatically improve the performance by introducing global caches and other optimizations. Finally we will talk about the new Gradle extendability model and its upcoming native and JavaScript support.

Der Vortrag wird je nach Wunsch in englisch oder deutsch gehalten.

Redner: Hans Dockter

Hans Dockter is the founder of Gradle and Gradleware. Hans has 13 years of experience as a software developer, team leader, architect, trainer, and technical mentor in vast array of industry sectors such as automotive, finance, public transport and business intelligence. Hans is a thought leader in the field of project automation and has successfully been in charge of numerous large-scale enterprise builds. He is also an advocate of Domain Driven Design, having taught classes and delivered presentations on this topic together with Eric Evans.

Treffpunkt

Hypoport AG, Klosterstr. 71, 10179 Berlin, am 7.7. um 18 Uhr

Anmeldung

Über eine Vorabanmeldung zur Veranstaltung über das XING-Event der XING-Gruppe der JUG Berlin-Brandenburg würden wir uns freuen, jedoch ist die Anmeldung nicht zwingend erforderlich.

Wir freuen uns auf euch.

Vortrag “Java 8 Streams” & CAcert Signing Party am 04.06.2014

Für uns bei Hypoport hat der Schutz von persönlichen Daten einen hohen Stellenwert. Als Betreiber eines Finanzmarktplatzes haben wir viel mit personenbezogenen Daten zu tun und sind deshalb verpflichtet, diese Daten zu schützen. Dazu nutzen wir Verschlüsselungs- und Zugangsbeschränkungen.
Bei Verschlüsselungsalgorithmen oder bei Authentifizierungsverfahren kommen neben Passwörtern (‘Shared Secrets’) häufig digitale Zertifikate zum Einsatz.

Als Entwickler nutze ich digitale Zertifikate in unterschiedlichen Formaten. Angefangen von RSA‑Keys für die SSH-Authentifizierung, über X.509 Zertifikate für HTTPS bis hin zu PGP-Keys für die Signierung von Software-Artefakten.

X.509 Zertifikate kann ich bei bekannten Anbietern, wie VeriSign oder Thawte, für einen jährlichen Betrag von ca. 80 EUR kaufen. Diese Anbieter signieren mit ihren sogenannten Stammzertifikaten mein Zertifikat. Die Sicherheit kommt zustande, weil Browser und Betriebssysteme diesem Stammzertifikat vertrauen und damit signierte Zertifikate ebenfalls als vertrauenswürdig einstufen. Dieses Prinzip heißt „Chain of Trust“.

Ich kann mir X.509 Zertifikate mit wenigen Kommandos selbst erstellen. Allerdings kennen Browser und Betriebssysteme diese Zertifikate nicht und mistrauen ihnen. Als Anwender sehe ich dann abschreckende Warnhinweise oder Zertifikatsvalidierungsfehler. Um die „Chain of Trust“ mit selbst erstellten Zertifikaten herzustellen, müsste ich auf allen interagierenden Browsern und Betriebssystemen mein Zertifikat installieren. Dieser manuelle Schritt ist aufwendig und in manchen Situationen nicht möglich.

CAcert.org - Eine kostenfreie Zertifizierungsstelle

Das Logo der CAcert Gemeinschaft

Das Logo der CAcert Gemeinschaft

CAcert.org ist eine von einer Gemeinschaft betriebene Zertifizierungsstelle, die kostenfreie Zertifikate für jedermann ausstellt.

Das Ziel von CAcert ist es, das Bewusstsein und die Unterrichtung über Computersicherheit durch die Benutzung von Verschlüsselung zu fördern, insbesondere durch die Herausgabe von Zertifikaten zur Verschlüsselung. Diese Zertifikate können benutzt werden, um E-Mails digital zu unterschreiben und zu verschlüsseln, einen Anwender beim Zugang zu Webseiten zu beglaubigen und zu berechtigen und eine gesicherte Datenübertragung über das Internet zu ermöglichen. Jede Anwendung, die das gesicherte Übertragungsprotokoll mit SSL oder TLS unterstützt, kann von Zertifikaten Gebrauch machen, die von CAcert signiert wurden, ebenso jede Anwendung, die X.509-Zertifikate benutzt, z.B. für Verschlüsselung oder Signierung von Code oder Dokumenten.

CAcert.org basiert auf dem Prinzip der „Web of Trust“. Dabei beglaubigen (englisch: to assure) sich alle Teilnehmer gegenseitig und verpflichten sich, die selbst auferlegten Regeln zu befolgen. Das Beglaubigen erfolgt immer durch ein persönliches Treffen und dem gegenseitigen Überprüfen von Personalausweis oder Führerschein. Nachdem Teilnehmer ausreichend beglaubigt wurden, können sie sich kostenfreie Zertifikate von CAcert signieren lassen. Die „Chain of Trust“ kommt zustande, wenn Browser und Betriebssysteme dem Stammzertifikat von CAcert vertrauen. Im Moment ist das noch nicht der Fall.
Die CAcert Gemeinschaft möchte dem Verlangen nach Sicherheit und Vertrauen eine alternative Lösung zu den kommerziellen Platzhirschen anbieten.

Den großen Vorteil von CAcert sehe ich darin, keine Public Key Infrastruktur erstellen und betreiben zu müssen. Deshalb bin ich dem CAcert Netzwerk vor 5 Jahren beigetreten und habe bereits das Level „Assurer“ erreicht.

Typischerweise wächst das Netzwerk der CAcert Mitglieder auf Signing Parties. Diese werden oft parallel zu anderen Veranstaltungen, wie z.B. der Java Usergroup Berlin-Brandenburg, durchgeführt. Bei persönlichen Gesprächen kann sich jeder über CAcert.org informieren und mit anderen Mitgliedern gegenseitig beglaubigen.

Signing Party nach dem Vortrag „Java 8 Streams“

Am 4. Juni 2014 lädt die Java Usergroup Berlin-Brandenburg und die Hypoport AG zu dem Vortrag Java 8 Streams mit Sven Ruppert ein.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, sich über CAcert.org zu informieren und mit anderen Mitgliedern gegenseitig zu beglaubigen.

Treffpunkt

Hypoport AG, Klosterstr. 71, 10179 Berlin

Ablauf

18:30 Uhr Einlaß
19:00 Uhr Beginn des Vortrags
20:00 Uhr Ende des Vortrags
ab ca. 20:00 CAcert informieren & assuren.

Das musst du mitbringen

  • Interesse
  • Personalausweis
  • Führerschein
  • Optional: Bereits einen Account bei CAcert.org

 

Peer Feedback – Reality Check

Kürzlich habe ich euch unseren Ansatz zum Peer Feedback vorgestellt. Wie jede Idee muss sich auch das Peer Feedback in der Praxis bewähren.

Deshalb haben wir ein halbes Jahr nach der Einführung unsere KollegInnen nach ihren Erfahrungen mit der Methode befragt. Das Ergebnis möchte ich dir nun vorstellen.

Bekannt?

Wir haben seinerzeit einen kleinen Fragebogen entworfen und unsere Peers um Rückmeldungen gebeten. Zunächst wollten wir wissen, inwieweit die Peer Feedback – Methode bekannt ist.pf_bekanntheit

Check! Die meisten KollegInnen kennen Peer Feedback.

Ausprobiert?

Darauf aufbauend stellt sich die Frage nach der tatsächlichen Nutzung als Feedbackgeber bzw. Feedbacknehmer.

pf_gegebenpf_eingeholtMehr als die Hälfte der Kollegen haben sich aktiv um Peer Feedback bemüht. Dementsprechend haben fast 3/4 der Befragten auch bereits im Rahmen Peer Feedback persönliche Rückmeldungen an ihre KollegInnen gegeben.

Nützlich?

Bleibt die Frage nach dem persönlichen Nutzen.

pf_nutzenHier konnten wir erfreut feststellen, das der überwiegende Teil der KollegInnen den gemeinsamen Austausch im Feedbackdialog mit ihren Peers als wertvoll und nützlich empfindet. Viele von ihnen nutzen die Erkenntnisse als Ausgangspunkt für die eigene Positionsbestimmung und zur Vorbereitung auf die jährlichen Development Dialoge. 

Stimmungsbilder.

Neben den quantitativen Aspekten haben wir nach Aha-Erlebnissen beim Peer Feedback gefragt. Aus den nachstehenden Zitaten ergibt sich sehr deutlich, dass die Rückmeldungen von Kollegen immer wieder Überraschungen und Erkenntnisse bereithalten.

“…Fremdwahrnehmung anders als Selbstwahrnehmung (hätte ich ja nie gedacht dass ich so bin)”

Eine weitere Rückmeldung bestätigt, …

“… das trotz Selbstreflexion Eigen- und Fremdbild immer ein Stück auseinander liegen :-)”

Hier sorgt Peer Feedback für Annäherung. So mancher Kollege ist gestärkt aus dem Feedback Gespräch gegangen, wie die folgenden Zitate belegen.

Ich war überrascht über das eher positive Feedback, ich hatte mit einer schlechteren Beurteilung gerechnet.”

 

“Ich war viel selbstkritischer als nötig.”

Peer Feedback wurde demnach als hilfreiche Methode für strukturierte Rückmeldungen erlebt.

Erfreulicherweise haben sich auch einige Vorbehalte im Nachhinein nicht bestätigt. Konkret ging es um die Sorge, dass sich die Gesprächspartner während des Peer Feedbacks auf die Füße treten bzw. einander zu nahe treten. Nach unserer Beobachtung ist dies in keinem einzigen Fall geschehen. Die Dialogpartner gehen im Gespräch äußerst achtsam und wertschätzend miteinander um – auch bei kritischem Feedback.

“Doch recht offene Gesprächsathmosphäre. Man traut sich, Sachen zu sagen die sonst unausgesprochen geblieben wären. Auch vom Gegenüber.

Selbstverständlich waren offene Rückmeldungen nicht für jeden bei uns neu. Dies zeigt sich in folgendem Zitat.

“nichts neues .. ‘Peer Feedback’ gab es auf andere Art schon immer.”

Letztlich kann Peer Feedback jedoch den soliden Rahmen für einen offenen Austausch bilden. Worauf es ankommt, bringt das folgende Zitat auf den Punkt:

“Es hängt von den beiden Parteien ab, ob das Feedbackgespräch nützlich ist oder eben nicht.”

Stimmt!

Nach dem Feedback ist vor dem Feedback.

Mit den gemachten Erfahrungen hat eine bemerkenswerter Teil unserer KollegInnen vor, Peer Feedback auch in der Zukunft zu nutzen.

pf weiter nutzen

Fazit

Peer Feedback als Methode wird bei uns weitgehend angenommen. Wir haben damit ein Tool für uns geschaffen, das jeder Einzelne bei Bedarf für sich einsetzen kann.

Und du? Welche Erfahrungen hast du mit (Peer) Feedback gesammelt? Nutze die Kommentarfunktion für Anregungen, deine Meinung und/oder Fragen zum Thema.

Dozer Plugin für IntelliJ IDEA

In einigen Projekten nutzen wir intensiv das Mapping Framework Dozer. Vor knapp 4 Jahren wurde ein Plugin für IntelliJ IDEA entwickelt, das uns beim Mappen stark unterstützt. Es bietet Code Completion und Error Highlighting in den XML-Mappingdateien von Dozer an.

Mit der Nutzung von IDEA 13 war es nötig, das Plugin an die neue Version der Entwicklungsumgebung anzupassen. Im Zuge der Anpassung haben wir beschlossen, das Plugin zu veröffentlichen und den Quelltext unter eine Open Source Lizenz zu stellen. Die Sourcen sind auf der GitHub-Seite von Hypoport zu finden. Das “Binary” kann über den Plugin-Repository Browser in IDEA bezogen werden bzw. auf der Plugin-Seite von JetBrains heruntergeladen werden.

Ready for Peer Feedback?

Im agilen Umfeld zählt der Flow. Dies gilt unserer Ansicht nach in besonderem Maße für unsere Kommunikation und führte uns daher zu nachstehenden Fragestellungen.

  • Wie steht es um den wirksamen Austausch der Menschen in deinem Team?
  • Wodurch wird aufrichtiges Feedback begünstigt?
  • Wie kann Feedback zwischen Kollegen möglichst gut fließen und was bewirkt es?

Wir haben uns diesen Fragen gewidmet und im Ergebnis unsere Kommunikationskultur ergänzt. Und wir stellen es euch vor: Peer Feedback.

Peer [pʰɪə̯]: Somebody who is, or something that is, at a level equal (to that of something else).

Feedback [ˈfiːtbɛk]: die Bekanntgabe einer Wahrnehmung oder die Beurteilung von etwas, die wiederum zur Veränderung bzw. Verbesserung dieser Sache genutzt werden kann

Feedback ist wertvoll. Und eine Selbstverständlichkeit?

Jeder der sich ansatzweise mit Agile und Lean beschäftigt weiß, dass eine offene Kommunikationskultur positive Veränderungen begünstigt. Das gegenseitige Feedback wird entsprechend in der agilen Szene mantra-artig empfohlen. Auch darüber hinaus ist Feedback einer der populärsten und strapaziertesten Begriffe unserer Zeit. In der Praxis wird infolgedessen häufig über Feedback gesprochen und vermeintlich emsig Rückmeldungen gegeben. Dennoch bleiben für den Feedbacknehmer nicht selten wertvolle persönliche Erkenntnispotentiale unangetastet. Dies hat unter anderem folgende Ursachen.

  • Nicht empfangsbereit: Feedback erreicht den Adressaten ungefragt bzw. unvorbereitet in einem anderen Kontext.
  • Vertikal: Qualifiziertes Feedback erfolgt punktuell dezidiert in Status-/Performance-Gesprächen (auch im agilen Umfeld vor allem aus der Richtung ScrumMaster / Teamlead / Coach / PO in Richtung Team). Weitaus seltener werden von direkten Kollegen qualifizierte Rückmeldungen in Richtung einer Einzelperson gegeben.
  • Unvorbereitet: Es wird sich nicht genügend Zeit für Vorbereitung und das Führen eines Feedback-Zwiegesprächs genommen, indem Stärken und Potenziale angesprochen werden. Stattdessen wird lobendes oder kritisches Feedback spontan artikuliert (was ebenfalls wertvoll sein kann).
  • Ungewohnt: Aufgrund der o.g. Punkte wird Feedback nicht als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung verstanden und infolgedessen mit (offenen oder unausgesprochenen) Rechtfertigungen quittiert.
  • Öffentlich: Die Gelegenheiten für ein anlassbezogenes Vier-Augen-Gespräch im vertraulichen Rahmen unter Kollegen zu Verhalten und Wirkung werden selten gesucht und genutzt.

Feedback im Sinne dieses Artikels meint die individuelle Rückmeldung an einen unmittelbaren Kollegen (Peers) über dessen Verhalten und Wirkung. Hier ist die direkte Kommunikation der Peers essentiell. Inspiriert sind unsere Überlegungen zum Peer Feedback aus den Ideen des 360° Feedbacks und der Peer Reviews.

Ich sehe was was du nicht siehst … blinde Flecke bei dir und bei mir.

Selbst in gestandenen und vertrauten Teams ist es wichtig, explizite Gelegenheiten für Zwiegespräche der Kollegen untereinander zu schaffen. Denn im Alltag und insbesondere im öffentlichen Raum (z.B. bei Retros) wird über Lob hinausgehendes persönliches Feedback schwierig. Das Johari-Fenster veranschaulicht den Umstand, dass Wahrnehmungslücken bei jedem Einzelnen existieren (sog. Blinder Fleck). Die Rückmeldungen anderer tragen dazu bei, Ansatzpunkte zur Reduktion des Blinden Fleckes zu finden und sind deshalb so wertvoll.

Johari Fenster [Public domain], Quelle: via Wikimedia Commons

Die Idee des Peer Feedback als 4-Augen Gespräch schafft expliziten Raum für Feedback-Dialoge, bei denen der individuelle blinde Fleck des Feedbacknehmenden beleuchtet werden darf. Hauptvorteil der Peer Feedback – Idee liegt in der selbstbestimmten einfachen Methode, die eigenen Kollegen um qualifizierte Rückmeldungen zu bitten. Daraus lassen sich folgende Vorteile ableiten.

  • Selbstbestimmter Zeitpunkt und Kontext des persönlichen Feedbacks
  • Selbstbestimmte Auswahl der Peers und damit der Vielfalt des Feedback-Perspektive
  • Die persönliche Ansprache/Einladung des Feedbackgebers ist ein explizites Signal, dessen Sichtweisen und und Meinungen zu schätzen und kennenlernen zu wollen
  • Rückmeldungen im persönlichen Gespräch ermöglichen direktes Nachfragen zum besseren Verständnis
  • Eigenverantwortlicher selbstbestimmter Umgang mit den Ergebnissen des Gesprächs, z.B. zur Vorbereitung von Ziel- und Entwicklungsgesprächen.
  • Zwiegespräche im geschützten Rahmen wirken sich vertrauens- und verständnisfördernd aus.

Der Feedbacknehmer hat somit die Möglichkeit die Kenntnis über seinen Handlungsspielraum zu erweitern, indem er sich (zuvor) unbekannter Punkte bewusst wird, die für seine Peers mehr oder weniger deutlich erkennbar sind.

Ablauf des Peer Feedbacks

Es ist denkbar einfach, an hilfreiche Rückmeldungen zu gelangen. Die nachfolgende kurze Anleitung richtet sich für denjenigen, der Peer Feedback für sich nutzen möchte.Ablauf Peer Feedback

1. Nominierung des/der Peers

Wenn du dich entschlossen hast Peer Feedback einzuholen, sprich deine Peers persönlich an und erkläre ihnen, dass ihre Meinung wichtig für dich ist und du sie um Feedback zu deinem Verhalten einlädst. Es empfiehlt sich die individuelle Ansprache eines jeden Peers, denn ihr werdet jeweils 4-Augen-Gespräche führen. Falls dich besondere Situationen interessieren teile dies mit, z.B. wenn du wissen möchtest wie du im letzten Projekt gewirkt hast, ob sich seit dem Beginn deines Hausbau etwas verändert hat oder wie du im Bezug auf eine bestimmte Situation wahrgenommen wirst. Alternativ kannst du deinen Peer um völlig freies Feedback bitten. Unserer Erfahrung nach werden deine Peers in den allermeisten Fällen zusagen. Du solltest allerdings auch Verständnis dafür haben, wenn ein Peer einmal keine Zeit oder Muße hat sich auf das Gespräch einzulassen. Frage dann einfach einen anderen Peer an. Nun fehlt nur noch ein gemeinsamer Termin für euer Gespräch, der dem Feedbackgeber genügend Zeit zur Vorbereitung lässt.

2. Vorbereitung des Feedbacks

Die Vorbereitungszeit sollte für den Feedbackgeber nicht mehr als 15-30 Minuten dauern. Alles was bis dahin formuliert ist wird bereits wertvoll für deinen Gegenüber sein. Es bietet sich an über Stärken und Potentiale des Feedbacknehmers (z.B. Alice) nachzudenken. Als Anregungen können nachstehende Fragestellungen dienen.

  • Was sind Stärken von Alice? Wann und wie zeigen sich diese Stärken?
  • Gibt es eine Seite an Alice, die sie deiner Meinung nach stärker entwickeln sollte? Gibt es Potentiale, die Alice noch nicht ausschöpft?
  • Beschreibe eine Situation, in der Alice deiner Meinung nach besser hätte agieren können. Was hätte sie anders machen können?
  • Ist dir etwas an Alice Handlungen aufgefallen, was dich irritiert und ihr so vielleicht nicht bewußt ist? Oder gibt es etwas in Alice Verhalten, dass sie verändern oder stoppen sollte?

Mit den gefundenen Gedanken und Notizen ist eine gute Basis für das anschließende Gespräch gesetzt.

3. Feedback Zwiegespräch

Für euer Gespräch zieht ihr euch idealerweise an einen ruhigen Ort mit angenehmer Atmosphäre zurück. Zunächst kann es sein, dass sich diese offene Gesprächssituation im ersten Moment neu für euch anfühlt. Das ist normal. Üblicherweise kommt das Gespräch schnell in einen wertschätzenden und vertrauensvollen Modus. Günstig ist in jedem Fall die Einhaltung allgemeiner Feedbackregeln (siehe weiter unten). 

Starthilfe für Peer Feedback in der Organisation

Wir haben die Idee des Peer Feedback seinerzeit in unseren Teams persönlich vorgestellt um erste Reaktionen und Fragen direkt mit allen zu teilen. Immer wieder tauchte die Frage auf “Was kann ich tun, damit das Gesagte gut ankommt und keine Missverständnisse entstehen?”. In dieser Äußerung zeigt sich für uns der Wunsch zu behutsamen Rückmeldungen, die beim anderen ankommen, aber ihn nicht verletzen. Diese Haltung ist gute Ausgangsvoraussetzung für einen offenen Austausch. Darauf aufbauend ergab sich zudem eine gute Gelegenheit um Dos and Don’ts von Feedback-Kommunikation zu wiederholen :)

Als kleine Stütze dienen in diesem Zusammenhang der Feedback-Spickzettel und der Peer Feedback Stift. Diese Gimmicks sollen als Referenz und gedanklicher Anker für die Möglichkeit des Peer Feedbacks dienen. Ob, wie und wann Peer Feedback für jeden Einzelnen zur Anwendung kommt, entscheidet jeder individuell für sich. PF Gimmicks

Unsere praktischen Erfahrungen…

… werde ich in einem späteren Blogpost beschreiben. Stay tuned!

Hast du Erfahrungen mit Peer Feedback? Ich freue mich über Anregungen, deine Meinung und/oder Fragen in den Kommentaren.

Fotos von der Java 8-Party in Berlin

Wie bereits im IT-Blog angekündigt fand am letzten Donnerstag (20.03.2014) die Java 8-Party in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Java Magazin bei Hypoport statt. Zur gleichen Zeit wurde auch die Java 8-Veröffentlichung in München gefeiert. Die Veranstaltung in Berlin eröffneten Java-Magazin-Chefredakteur Sebastian Meyen und Jörg Müller. Als Experten vor Ort waren die Oracle-Java-Experten Wolfgang Weigend, Dalibor Topic und Paul Sandoz, die mit ihren Talks das Publikum begeisterten. Im Anschluss daran spielte die Band Shearer und rundete den Abend musikalisch ab. Insgesamt konnten wir in Berlin über 100 Gäste willkommen heißen, die mit uns das Release von Java 8 feiern wollten.

Hier gehts zum Artikel vom Jaxenter über die Java 8 Partys in Berlin und München

UPDATE: Inzwischen gibt es auch ein kurzes Video mit Impressionen von der Java 8 Party aus München und Berlin.

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Running Multiple Local Tomcats with Cargo and Gradle

We are currently using Cargo in combination with Gradle to implement consumer based tests for one of our projects. In order to do so, we created a Gradle script to deploy a service web app into a Tomcat container via Cargo and pass its URL to our consumer test suite.

As long as we run the build script locally, everything works fine. But we noticed that it failed every once in a while when running on certain build agents in our TeamCity build pipeline. The failures where always either caused by missing write permissions to the /tmp/cargo directory or because the Tomcat port was already in use.

So we took a closer look at the unreliable agents and realized to our surprise that they shared the same machine. Up until this point we just assumed that every build agent had its dedicated environment, so we didn't really worry about things like conflicting ports or shared files.

Being fairly new to Gradle, Cargo and especially the Gradle version of the Cargo plugin, it took me some time to figure out how to isolate our Cargo run from the outside world. In the rest of this article I'm going to show you how I did it.

The Situation

There are two major problems we need to take care of. The first one is pretty obvious: all network ports need to be determined dynamically. This is a best-practice for build scripts that are shared between different environments anyway, so it is a welcome improvement.

The second problem is a bit more surprising. Cargo uses the java.io.tmpdir as default working directory. Most of the time this will simply be /tmp. At least it was on our build server. Unless this path is changed, all Cargo runs will work on the same directory and consequently interfere with each other. So we need to figure out how to change this path.

Changing the Ports

As I mentioned before, I'm fairly new to Gradle, so I was pleasently surprised to find out that it comes with a class called AvailablePortFinder. As the name suggests, this little helper allows you to conveniently find available ports. Great! That's exactly what we need in order to instruct Cargo to use different ports when firing up Tomcat. However there is a small caveat regarding its use coming directly from the Gradle guys:

If possible, it's preferable to let the party creating the server socket select the port (e.g. with new ServerSocket(0)) and then query it for the port chosen. With this class, there is always a risk that someone else grabs the port between the time it is returned from getNextAvailable() and the time the socket is created.

Unfortunately that's not an option for code we don't control, so we have to live with the small risk that someone else could grab the port before our Tomcat can occupy it.

Now how many ports do we need to change and how do we tell Cargo to do so? In case of Tomcat the answer turns out to be three: the HTTP port, the AJP port and the RMI port.

A look into the Cargo documentation and this blog post reveals the properties we can use to change these ports:

  • cargo.servlet.port for HTTP
  • cargo.tomcat.ajp.port for AJP
  • cargo.rmi.port for RMI

They can be configured in the cargo.local.containerProperties section of the Cargo configuration. The resulting build script should look similar to this:

def availablePortFinder = AvailablePortFinder.createPrivate()
def tomcatDownloadUrl = 'http://.../apache-tomcat-7.0.50.zip'

cargo {
    containerId = 'tomcat7x'
    deployable {
        ...
    }
    local {
        ...
        installer {
            installUrl  = tomcatDownloadUrl
            downloadDir = file("$buildDir/download")
            extractDir  = file("$buildDir/extract")
        }
        containerProperties {
            property 'cargo.servlet.port', availablePortFinder.nextAvailable
            property 'cargo.tomcat.ajp.port', availablePortFinder.nextAvailable
            property 'cargo.rmi.port', availablePortFinder.nextAvailable
        }
    }
}

cargoStartLocal.finalizedBy cargoStopLocal

This sucessfully solves the port problem. So let's move on to the next one.

Changing the Working Directory

Changing the working directory turned out to be a bit tricky. In theory it can be changed via the two configuration properties homeDir and configHomeDir in the local Cargo configuration. But for some reason changing the directory to a location in my $buildDir resulted in the following errors:

Directory '/my/project/home/build/cargo' specified for property 'homeDir' does not exist.
Directory '/my/project/home/build/cargo' specified for property 'configHomeDir' does not exist.

It looks like Cargo doesn't automatically create these directories, so we have to do it manually by running a custom task right before cargoStartLocal:

def cargoHome = "$buildDir/cargo"
...
cargo {
    containerId = 'tomcat7x'
    ...
    local {
        homeDir         = file(cargoHome)
        configHomeDir   = file(cargoHome)
    }
}

task createCargoHome() {
  doLast {
    if (!file(cargoHome).exists() && !file(cargoHome).mkdirs()) {
      println "Failed to create directory '${cargoHome}'"
    }
  }
}

// This will create the Cargo home directory before Cargo runs
cargoStartLocal.dependsOn createCargoHome
...

That'll do it! Cargo will now create all its files in the project build directory, so it won't interfere with other builds anymore. Here you can find an example build script which combines both solutions and adds some more context.

I hope this article saves you the time to figure this out all by yourself. If you have any questions or ideas how to improve this solution please contact me at @SQiShER or leave a comment.